Tagessatz oder Stundensatz als Honorar

Tagessatz oder Stundensatz abrechnen: Vorteile, Nachteile, Apps

18/03/2019

Jeder Selbstständige – ob kreativer Beruf oder Handwerker – muss sich fragen, ob er das Honorar als Stundensatz oder Tagessatz abrechnen soll.

Beide Varianten haben Vorzüge und Nachteile, weswegen sie sich für verschiedene Einsatzzwecke eignen. Worin die Unterschiede liegen und mit welchen Hilfsmitteln sich online Rechnungen erstellen lassen, erfahren Sie hier.

Stundensatz

Das Abrechnen nach Stundensatz ist vor allem bei kleineren Projekten, wie beispielsweise Handwerkerarbeiten, üblich. Wenn der Aufwand eher gering und dadurch sehr überschaubar ist, kann also der Stundensatz angewendet werden.

Ein entscheidender Vorteil daran ist, dass der Betrag zunächst niedrig aussieht. Der psychologische Effekt auf den Auftraggeber sollte nicht unterschätzt werden. Ein Stundensatz von 63 Euro wirkt verlockender, als der Tagessatz von 504 Euro. Zudem lassen sich Leistungen so sehr genau abrechnen.

Stundensatz oder Tagessatz

Zu beachten ist aber, dass die Leistungen auch sehr genau dokumentiert werden müssen – unabhängig davon, ob Sie online Rechnungen erstellen oder diese Aufgabe noch manuell übernehmen. 13 Minuten Korrektur gelesen? 44 Minuten für die Erstellung des Textes? 23 Minuten für die Analyse? Hierüber sollten Nachweise existieren und die erbrachten Leistungen müssen aufgeschlüsselt sein. Das ist unter anderem dann entscheidend, wenn eine Rechnung vor Gericht eingeklagt werden muss.

Dokumentation bei Stundensatzabrechnung

Das muss kein Nachteil sein, da sich mit entsprechenden Programmen beziehungsweise Apps ein detaillierter Stundenreport automatisch anfertigen lässt. Ein möglicher Nachteil am Stundensatz und der genauen Aufschlüsselung kann es jedoch sein, dass der Auftragnehmer kleinlich wirkt, wenn er die fünf Minuten Arbeitszeit für Leistung xy in Rechnung stellt.

detailed time tracking report

Ein detaillierter Stundenreport per Knopfdruck

Zudem sollte bei längeren Projekten wöchentlich ein detaillierter Stundenreport an den Auftraggeber übermittelt werden. Widerspricht dieser nach acht Tagen nicht, ist der Auftragnehmer auf der sicheren Seite. Widerspricht er, kann die Arbeit allerdings bis zur Klärung eingestellt und Verluste auf diese Weise gering gehalten werden.

Tagessatz

Beim Tagessatz ergibt sich im Gegensatz zum Stundensatz oder Stundenzettel zum einen der Vorteil, dass der Auftragnehmer flexibler rechnen kann. Heute sechs Stunden, dafür morgen zehn Stunden – beim Tagessatz muss keiner rechtfertigen, warum er nicht den kompletten Tag an einem Projekt gearbeitet hat. Hinzu kommt, dass die Nachweise anders als beim Stundensatz nicht minutengenau erfolgen müssen.

Tagessatz als Honorar bei kreativen Jobs

Wer online Rechnungen erstellen will, kann dies also deutlich übersichtlicher und einfacher erledigen. Für die psychologische Wirkung bei Honorar und Rechnung kann der Tagessatz ebenfalls von Vorteil sein. Denn es bedeutet durchaus einen Unterschied, ob 144 Stunden in Rechnung gestellt werden, oder 18 Tage. Bei Verlängerungen klingt es meist ebenfalls besser (und ist klarer) – drei Tage anstelle von 24 Stunden zu fordern.

Kreativität braucht besondere Momente

Kreativität braucht besondere Momente

Wer also keinen exakten Stundenzettel führen möchte, was vor allem bei längeren beziehungsweise umfangreicheren Projekten relativ aufwendig ist, ist mit dem Tagessatz gut beraten.

Pauschalpreis

Der Fest- oder Pauschalpreis klingt zunächst praktisch. Auftraggeber und Auftragnehmer wissen schließlich, worauf sie sich einlassen. Das Problem für den Auftragnehmer ist, dass sich durch Mehraufwand – wie Korrekturschleifen oder weitere Entwürfe – ein Nachteil für den Auftragnehmer ergeben kann. Puffer lassen sich schwieriger einkalkulieren.

nix verdient

Wichtig ist daher, dass im Vorfeld nicht einkalkulierte Leistungen gesondert abgerechnet werden. Dies kann wiederum über einen Stundenzettel oder über einen Festpreis erfolgen.

Stundensatz, Tagessatz, Pauschalpreis – was passt beim Honorar?

Auftraggeber und Auftragnehmer haben im Prinzip das gleiche Ziel: Ein möglichst geringes Risiko. Diese Ziele stehen sich jedoch im Weg.

Der Auftraggeber möchte möglichst wenig bezahlen. Der Auftragnehmer möchte keine Leistungen erbringen, ohne dafür bezahlt zu werden.

Obwohl das Grundprinzip also für jeden verständlich ist, können sich abhängig von der Ausgangslage verschiedene Varianten bewähren. Die folgende Übersicht hilft bei der Auswahl:

  • Stundensatz: Exakt, flexibel und detailliert – dafür muss der Stundenzettel online rechnung Tagessatzaber wöchentlich aufgestellt und übermittelt werden. Der Kunde kann den Aufwand im Vorfeld selten wirklich realistisch einschätzen. Der Auftragnehmer bleibt nicht auf unbezahlten Arbeitsleistungen sitzen und kann notfalls die Arbeit zeitnah einstellen.
  • Tagessatz: Diese Variante der Honorar-Berechnung ist flexibler, für Kunden und Dienstleister aber zugleich einfacher im Vorfeld abzuschätzen. Online Rechnung Stundensatz Verlängerungen sind überschaubarer. Zudem kann der Auftragnehmer auch relativ leicht einen Puffer einbauen, falls beispielsweise Korrekturen anfallen oder weitere Entwürfe gefordert werden. Allerdings stehen im Streitfall auch weniger detaillierte Informationen zur Verfügung. Abhilfe kann es schaffen, online Rechnungen zu erstellen und somit detaillierte Nachweise zu sammeln.
  • Pauschal-Honorar beziehungsweise Festpreis: Dieser ist vor allem für den Kunden recht sicher. Online Rechnung PauschalpreisLeistungen und Honorar sind fest vereinbart und nicht vom eingereichten Stundenzettel abhängig. Dauert etwas länger und erfordert mehr Aufwand als kalkuliert, kann der Auftragnehmer jedoch den Kürzeren ziehen und unbezahlte Arbeiten erledigen müssen. Daher sollte von Anfang an eine genaue Auflistung der Leistungen vorhanden sein und Sonderleistungen sollten gesondert abgerechnet werden.

Online Rechnungen erstellen – Hilfsmittel

Wie abgerechnet wird, wirkt sich auch auf den Aufwand bei der Rechnungsstellung aus. Um möglichst einfach online Rechnungen zu erstellen, sollte ein passendes Tool – wie Zistemo – gewählt werden. Anstatt einen manuellen “Stundenzettel” zu führen, kann das System den Aufwand automatisch vermerken und direkt online Rechnungen erstellen.

Hierdurch wird einerseits Zeit und Aufwand gespart, da der Stundenzettel beziehungsweise die Leistungen teilweise bereits während der Arbeit aufgeführt werden können. Ob dabei nach Stunden oder Tagessatz abgerechnet wird, ist zunächst unerheblich. Der Aufwand um die online Rechnung zu erstellen ist in jedem Fall geringer.

Andererseits gibt Zistemo eine größere Sicherheit. Da die einzelnen Positionen direkt aufgeführt werden, sind die Arbeitsleistungen einfacher nachweisbar. Im Falle eines Streits rund um den Stundenzettel lassen sich die Leistungen und Forderungen einfacher durchsetzen.


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