Die perfekte Preisstrategie für Kleinunternehmer und Freelancer

03/05/2018

Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt keine Zauberformel für die perfekte Preisstrategie – Ihr Unternehmen ist einzigartig, und Ihre Preisstrategie muss es auch sein. Die gute Nachricht: Manche Fehler können Sie vermeiden. Lesen Sie weiter und erstellen Sie einen Preisplan, der tatsächlich funktioniert. Für Sie, Ihre Kunden – und Ihr Unternehmen.

Der Weg zur richtigen Preisstrategie

Vom Kleinunternehmer bis zum Grossunternehmen, vom Freiberufler bis zum Start-up: Die Preisgestaltung ist entscheidend für Ihren Geschäftserfolg. Sie können das perfekte Produkt haben, einen einwandfreien Service bieten: Setzen Sie Ihren Preis zu niedrig, sind Sie bald bankrott; setzen Sie ihn zu hoch, verlieren Sie Kunden. Das perfekte Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden, ist nicht einfach. Wie hoch sind die Produktionskosten? Wie viel sind die Kunden bereit zu zahlen? Was kostet Ihre Konkurrenz? Manchmal kann ein regnerischer Tag oder eine momentane Stimmungslage Ihre Verkäufe beeinflussen. Aber keine Sorge: Eine effektive Preisstrategie zu entwickeln, ist mehr als Glück.

 

4 Typische Fehler in der Preisgestaltung – und wie man sie vermeidet

Preisstrategie und Preisgestaltung für Freelancer und Kleinunternehmen

Seien Sie nich billig, sondern gut! (Photo by stock.adobe.com | Jacob Lund)

  1. Seien Sie nicht die Billigsten.

Je niedriger der Preis, desto höher der Umsatz. Richtig? Falsch. Eine Niedrigpreisstrategie mag für Riesenunternehmen funktionieren, aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht für Sie. Sie schlagen damit vielleicht Ihre Konkurrenz – aber verdienen Sie auch mehr? Ihre Verkäufe könnten höher ausfallen – aber werden sie jemals hoch genug sein, um die von Ihnen benötigte Marge zu erzielen? Um eine Niedrigstpreisstrategie erfolgreich umzusetzen, benötigen Sie viel Geld und einen sehr großen Kundenstamm. Ohne diese beiden Assets, schaden Sie nicht nur Ihrem Ruf, sondern Sie riskieren eine Business-Pleite.

 

  1. Unterschätzen Sie nicht Ihre Kosten.

Kein Business ist umsonst: Wenn Sie etwas verkaufen, sei es eine Dienstleistung oder ein Produkt, kostet Sie das etwas. Ein sehr häufiger Fehler von Freiberuflern und Kleinunternehmern ist es, diese Kosten zu unterschätzen.

Berechnen Sie Ihre Kosten – und zwar richtig! (Photo by stock.adobe.com | WavebreakmediaMicro)

Dabei sind die direkten Kosten zu beachten, wie den Kaufpreis und die Materialkosten für Ihr Produkt – und diese Rechnung ist ziemlich einfach: Sie zahlen 500.- für ein gebrauchtes Möbelstück, kaufen für 10.- Farbe für einen neuen Anstrich – und Ihre Kosten belaufen sich auf 510.-. Richtig? Wieder falsch: Sie haben die Kosten vergessen für den Transport des Tisches, die Werkzeuge, die Sie besitzen, die Miete für die Werkstatt, alle Arten von Versicherungen, die Sie benötigen, die Marketingkosten und vor allem die Zeit, die Sie für das Streichen und Renovieren aufgewendet haben. Hinzu kommen Telefonkosten, Internetanschluss, die Hard- und Software, die Sie zum Betrieb Ihres Unternehmens benötigen – und langsam aber sicher kommen wir an Ihre tatsächlichen Kosten heran. Klingt zu kompliziert? Keine Sorge: Es gibt intelligente Tools und Anwendungen, mit denen Sie Ihre kompletten Ausgaben im Handumdrehen im Blick behalten können. So wissen Sie, wie viel Ihr Produkt Sie wirklich kostet.

 

  1. Unterschätzen Sie niemals den Wert Ihrer Zeit.

Wussten Sie, dass Zeit ein entscheidender Preisfaktor ist? Um Geld zu verdienen, verkaufen die meisten von uns ihre Zeit; wir werden meistens für die Anzahl der Arbeitsstunden entschädigt. Viele Freiberufler und Handwerksbetriebe berechnen Stundenlohn, Mitarbeiter erhalten ein Jahres-, Tages- oder Stundengehalt. Sogar wenn Sie an ziel- und produktorientierte Preismethoden glauben, und wenn Sie Ihre Kunden nicht Stunden in Rechnung stellen: Berücksichtigen Sie unbedingt Ihre eigene Zeit und die Ihres Teams, wenn Sie Ihre Produktionskosten berechnen – und mit einem intelligenten Zeiterfassungssystem geht das schnell und einfach.

 

  1. Ändern Sie nicht plötzlich Ihre Preisstrategie

Preisgestaltung optimieren

Trauen Sie sich und Ihren Kunden etwas zu – das perfekte Produkt hat seinen Preis. (Photo by stock.adobe.com | Syda Productions)

Sobald Sie Ihre eigenen Kosten definiert haben, können Sie sich Gedanken über Ihre Preisstrategie machen: Wollen Sie den Preis niedrig halten, und damit das Image eines erschwinglichen Anbieters schaffen? Oder bieten Sie teure Dienstleistungen an, die sich durch eine exklusive Reputation auszeichnen? Ihre Preisgestaltung ist ein entscheidender Bestandteil Ihres Marketings. Wählen Sie Ihre Strategie klug – und bleiben Sie dabei. Verwirren Sie Ihre Kunden nicht mit Billigangeboten, wenn diese Qualität und Perfektion erwarten. Trauen Sie sich und Ihren Kunden etwas zu: Wenn Sie konstant gute Leistungen bieten, werden Sie feststellen, dass die Menschen bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen, als Sie denken.

 

So finden Sie die perfekte Preisstrategie

Die perfekte Preisstrategie zu finden ist harte Arbeit. Analysieren Sie Ihre Geschäftsdaten, vergleichen Sie Kosten und Ausgaben. Belauschen Sie die Konkurrenz, und vertrauen Sie auf Ihren Instinkt. Würfeln Sie, befragen Sie die Sterne oder beten Sie. Tun Sie das, was Sie für richtig halten. Aber unterschätzen Sie niemals den Wert Ihrer Zeit. Sie ist unbezahlbar.

 


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